Im September 2007 weilte Dr. Bernd Fritz in Burgau, der sich um die Geschichte des Burgauer Porzellans sehr verdient gemacht hat. Auf Einladung des Ortsvereins schilderte er die Geschichte des Burgauer Porzellans. Bilder von dieser Veranstaltung finden Sie hier
Bilder von der  Entstehung der Replik und ihrer Markteinführung finden Sie hier
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Es bedarf der Idee, großer Leidenschaft und persönlicher Kompetenz um ein   Porzellan aus einer schon lange nicht mehr existierenden Porzellanmanufaktur als Replik wieder zu beleben, in limitierter Auflage herzustellen und dafür Vertriebspartner zu finden.

So geschehen in der thüringischen Stadt Jena, die für Wissenschaft und Hochtechnologie  bekannt ist - aber nur sehr wenigen in Verbindung mit Porzellan.
In der von Ferdinand Selle 1901 gegründeten  Porzellanmanufaktur  Burgau an der Saale  wurden bis 1929 Porzellane von großer Güte gefertigt.
Die in Burgau lebende Porzellandesignerin Christine Klauder hatte gemeinsam mit dem Ortsverein Burgau die Idee, anlässlich der 750-Jahrfeier des  heute zur Stadt Jena gehörenden Ortes  Burgauer Porzellan als Replik wieder zu beleben.
In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Jena wurde ein Burgauer Porzellan von besonderer kulturhistorischer Wertigkeit ausgewählt:
Ein Gedeck, das Henry van der Velde 1914 im Auftrag des Manufakturbesitzers Ferdinand Selle für Burgau entworfen hat, das aber in den Wirren des 1. Weltkriegs nicht in Serie hergestellt wurde.
 

Frau Klauder gelang es den Ortsverein Burgau, privatwirtschaftlichen Sponsoren und die Stadt Jena für die Unterstützung des Vorhabens zu gewinnen. Das sich aus der Idee letztlich in begrenzter Auflage und verschiedenen Dekoren hergestellte  Gedecke innerhalb weniger Monate materialisierten, ist auch zwei nahe Jena gelegenen thüringischen Porzellanherstellern zu verdanken:
die Porzellanmanufaktur Reichenbach GmbH übernahm gemeinsam mit der Designerin die Herstellung der Formen und die Weißfertigung,
die Kahla Thüringen Porzellan GmbH entwickelte nach Originalvorlagen die Dekore und übertrug sie auf Tassen, Untertassen und Teller.
Der Arbeitgeber der jungen Designerin, die Saxonia Feinsteinzeug GmbH, gewährte letztlich Unterstützung bei der Modellfertigung.

>Foto Fertigung<

Christine Klauder, ausgebildet an der Hochschule für Kunst und Design Halle, Burg Giebichenstein, war sich der Bedeutung von Vermarktung und Vertrieb zur Refinanzierung und eventuellen Erweiterung des Projektes bewusst und fand mit Gudrun Philler, Inhaberin von HANDWERT – Schöne Dinge in Jena, Beratung und Unterstützung. Mit einer Ankaufgarantie und Ratschlägen zur Verpackung, Begleitinformation und Präsentation begleitete Gudrun Philler das mutige Projekt der jungen Designerin.

>Foto Präsentation Gedeck bei Handwert <

Mit guten Gründen: das Familienteam von HANDWERT verwirklicht seit 13 Jahren beharrlich sein Einzelhandelskonzept - die Suche nach und das Verkaufen von Produkten deren Wertigkeit und Nachhaltigkeit  durch hohe Qualität in Gestaltung und Funktion den Kunden transparent wird. Ohne Rücksicht auf übliche Branchenprofile wird das Sortiment immer wieder überdacht und erweitert, dafür wurde mit dem Umzug in die Räume eines kleinen aber traditionsreichen Jenaer Kaufhauses nahe am Markt die Voraussetzungen geschaffen. Über 2 Etagen spannt sich der Sortiments-Bogen von guten Geschenken über Wohnkultur bis zu Designmöbeln ausgewählter Hersteller.
Das Warengerüst liefern Firmen wie Lambert, Kahla Porzellan, Schott Jenaer Glas, Mono, Stelton, Ad- Hoc und im Möbelbereich Team 7 , Egoform, Lambert und Weißhäupl. Ergänzt wird das Angebot durch künstlerische und kunsthandwerkliche Unikate und Manufakturware aus der mitteldeutschen Region.

>Foto Handwert-Geschäft<

In dieser Umgebung wird die Jubiläumsedition des Burgauer Porzellan auf einem extra entworfenen Displays präsentiert.
Dabei ging es dem HANDWERT – Team nicht um Ertragsoptimierung, die Unterstützung der Widerbelebung sowie Präsentation und Verkauf der Van der Velde  – Burgau Porzellanrepliken bedeutet für den HANDWERT – Laden lokales Engagement und Image-Pflege zugleich.
Nach gelungener  Markteinführung der in kleiner Serie und drei Dekorvarianten aufgelegten Gedecke wird auch die Herstellung weiterer Teile zur Komplettierung des Service in Erwägung gezogen.
Porzellan nach Entwürfen des genialen Architekten, Künstlers und „Vater des modernen Design“ Henry van der Velde – für eine Porzellanmanufaktur in Jena - Burgau bestimmt – aufersteht nach fast 100 Jahren in Thüringen.
Das kulturelle Erbe der Burgauer Porzellanmanufaktur wird in die Zukunft geführt-
die Kunden von HANDWERT - Schöne Dinge in Jena freuen sich auf weitere Kostbarkeiten.




Wolfgang Philler, September 2007

 

 

HANDWERT Jena
Telefon 0171-8910560
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www.handwert.de




Die Wanderausstellung "Im modernen Stil" ist unterwegs in Thüringen und Sachsen.

Hier noch einige weiterführende Links zum Thema:

 

 

 

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Eine Kabinett-Ausstellung zur Arbeit von Porzellandesignern der Bauhaus-Schule in der Burgauer Porzellanmanufaktur